Waschmaschine oder chemische Reinigung

Meine Uniform muss ich gelegentlich zur Chemischen Reinigung bringen. Kollegen haben versucht die Weste und den Blazer in der Waschmaschine zu waschen und die Ergebnisse waren nicht optimal. Sonst versuche ich die Chemische Reinigung zu vermeiden, nicht nur wegen der umweltschädlichen Chemikalien, auch wegen des unnötigen Verpackungsmülls. Die gute Nachricht: die Drahtbügel kann man bei den meisten Reinigungen zur Wiederverwendung zurückbringen.

Für die Plastikfolien eine Zweitverwendung zu finden, ist schon schwieriger. Manchmal benutze ich sie als Verpackungsmaterial, wenn ich etwas bei Ebay verkauft habe, das heil und trocken ankommen soll. Im Herbst/Winter kann man damit auch die Blumenkübel auf dem Balkon einwickeln. Die Luftpolster, die sich bilden, halten den Topf dann weitestgehend frostfrei, so dass die Pflanzen bis zum Frühling überleben.

Übrigens gibt es für die Textilkennzeichnung nur wenig Vorgaben, so muss 1. gar keine Waschanleitung drauf sein und 2. wenn eine drauf ist, muss die bloß in der richtigen Reihenfolge sein und die Symbole der Norm entsprechen. Theoretisch könnte eine Firma auf ein Seidenhemd schreiben, dass es für die Kochwäsche geeignet ist. Sicherlich würde es dann Kundenbeschwerden geben, aber erlaubt wäre es. Meistens sind die Hersteller vorsichtiger als nötig, so steht auf vielen Textilien, dass die in die Reinigung müssen, obwohl das gar nicht notwendig wäre.

Hier eine kleine Liste von Sachen, die ich schon gewaschen habe, obwohl die als nicht waschbar oder nur für chemische Reinigung geeignet gekennzeichnet waren:

  • eine Hose aus Baumwoll-Polyestermischung, die nur für chemische Reinigung geeignet sein sollte, habe ich ganz normal in der Maschine  bei 30° gewaschen
  • Krawatten, die als überhaupt nicht waschbar gekennzeichnet waren, habe ich vorsichtig mit Haarshampoo im Waschbecken gewaschen. Dabei nur längs ausstreichen und hängend trocken, auf keinen Fall knüllen/knicken!
  • Eine Jeansjacke aus 98% Baumwolle und 2% Elasthan, die schon so alt ist, dass die noch mit dem F im Kreis gekennzeichnet war. Das ist eine Chemikalie, die heute gar nicht mehr verwendet wird. Die Jacke habe ich bei 30° in der Maschine gewaschen und auf einem Bügel aufgehängt trocknen lassen. Sieht 1A aus.

Klar, das kann auch mal schiefgehen, aber bisher habe ich nur einmal ein Kissen ruiniert, weil ich versucht habe, das vorsichtig von Hand zu waschen. Die Füllung klumpte anschließend so zusammen, dass ich nicht mehr drauf schlafen mochte. Mit einem Trockner und Tennisbällen hätte man es vielleicht wieder hinbekommen, aber leider habe ich keinen Trockner.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.