Tee lose bzw. unverpackt einkaufen

In fast jedem größeren oder kleineren Einkaufszentrum gibt’s einen Teeladen. Als ich mal wieder zum Herold Center in Norderstedt musste, habe ich eine leere Dose eingepackt und versucht dort Tee in meine mitgebrachte Dose abgefüllt zu bekommen. Das hat auch geklappt, aber mit Einschränkungen. Erst einmal gab’s Verständigungsprobleme. Als ich nach losem Tee fragte, dachte die Verkäuferin natürlich, dass ich Tee meine, der nicht in Teebeuteln, sondern in Tüten verkauft wird. Darüber hatte ich vorher nie nachgedacht: Wenn man Haferflocken, Äpfel oder Rosinen lose kauft, meint man damit unverpackt, aber Tee lose kaufen, bedeutet in Tüten abgefüllt.

Außerdem gab es einfach keine Teesorten, die ich gerne gekauft hätte. An Schwarztee trinke ich am liebsten Yorkshire Tea Gold, Grüntee mag ich nicht und ansonsten gab’s, soweit ich das sehen konnte, nur aromatisierte Tees. Generell versuche ich aromatisierte Lebensmittel zu vermeiden. Egal ob’s künstliche, naturidentische oder natürliche Aromastoffe sind, alle wurden im Labor erzeugt und haben nur wenig mit echtem Essen zu tun. Einzig bei Waldmeister mache ich eine Ausnahme, der echte Waldmeister ist giftig, verursacht zwar meistens nur Kopfweh, aber da ist es doch besser auf den künstlichen Waldmeistergeschmack zurückzugreifen.

Um nicht mit leeren Händen nach Hause gehen zu müssen, habe ich 100g Rote-Grütze-Tee genommen, der ist zwar auch aromatisiert, sehr doll sogar, aber den habe ich als Teenager sehr gerne getrunken und ich wollte den mal wieder probieren.

Und hier kommt die dritte Einschränkung: Die 100g haben 3,20 Euro gekostet. Im Supermarkt oder Drogeriemarkt bekommt man Bio-Rotbuschtee oder Bio-Fencheltee schon für 1,99 Euro pro 100g.

Manchmal ist es echt verdammt schwer, weniger Müll produzieren zu wollen.

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