StadtRAD Hamburg Leihfahrrad

Mein Fahrrad hat einen Platten und ich musste dringend zum Baumarkt. Der ist etwas zu weit weg, um da zu Fuß hinzugehen, aber doch wieder so nah dran, dass ich zu geizig gewesen wäre die 3,20 Euro für Hin- und Rückfahrt mit dem Bus zu bezahlen. Bei mir um die Ecke ist eine Fahrrad-Entleihstation von StadtRAD Hamburg und die ersten 30 Minuten kann man umsonst fahren, erst danach bezahlt man 8 Cent/Minute. Also dachte ich mir, ich melde mich da abends mal kurz online an und kann am nächsten Tag mit dem Fahrrad fahren.

Ganz so einfach war es dann leider doch nicht. Obwohl die ersten 30 Minuten umsonst sind, muss man bei Eröffnung des Kundenkontos pauschal 5 Euro zahlen, mit denen das Guthaben aufgeladen wird. Das Guthaben verfällt nach 12 Monaten. Na gut, mit dem Bus hätte ich ja auch 3,20 Euro bezahlt und das Geld wäre sofort weg gewesen. Also habe ich mich angemeldet und 5 Euro bezahlt. Jetzt kann’s endlich losgehen, dachte ich.

Doch das Display an der Entleihstation teilte mir am nächsten Morgen mit, dass mein Kundenkonto gesperrt sei. Wieso das denn? Ich war doch noch nicht lange genug Kunde, um überhaupt etwas angestellt zu haben? Also zurück nach Hause und StadtRAD Hamburg Hotline angerufen. Man sagte mir, mein Konto müsste noch freigeschaltet werden, leider habe ich aber vom Festnetz angerufen und im Kundenkonto habe ich eine Handynummer hinterlegt, ich müsste noch einmal von der hinterlegten Handynummer anrufen und dann könnte man mich freischalten.

Also noch einmal vom Handy angerufen, noch einmal in der Warteschlange gehangen, noch einmal mit einem Mitarbeiter gesprochen. Nachdem ich ein paar Fragen beantwortet habe, wurde das Kundenkonto endlich freigeschaltet. Mit einer halben Stunde Verspätung konnte ich zum Baumarkt starten. Einfach die EC-Karte im Terminal auslesen, das gewünschte Fahrrad auswählen und los geht’s. Auch vor dem Baumarkt abschließen klappt, wenn man den Riegel ins Schloss steckt, wird kurz ein 4-stelliger Code angezeigt, mit dem das Fahrrad wieder entsperren kann.

Ich hätte es nett gefunden, wenn man bei der Online-Anmeldung irgendwo darauf aufmerksam gemacht würde, dass noch eine telefonische Freischaltung notwendig ist oder das Terminal angezeigt hätte, dass ich die Nummer anrufen muss. Das Handy hätte ich ja dabei gehabt. Das Fahrrad an sich ist okay. Es ist sehr schwer, man könnte das nicht mal eben die Treppe zur U-Bahn runtertragen. Mich hat vor allem der sehr dicke Mittelbalken zwischen den Füßen gestört, meine Waden sind beim Fahren permanent dran entlang gescheuert. Ich würde da nicht mit kurzen Hosen fahren wollen, wenn die nackten Beine da dran reiben, ist das bestimmt unangenehm.

Da ich zu wenig Farbe gekauft hatte, war ich sogar noch ein zweites Mal mit dem Leihfahrrad im Baumarkt. Beide Male wurden mir 8 Cent von meinem Guthaben abgebucht. Entweder habe ich beide Male genau 31 Minuten gebraucht oder es ist so eine Art Mindestumsatz. Ich denke, ich werde das StadtRad noch öfter nutzen, wenn mein Fahrrad kaputt ist oder ich Besuch habe und wir zu zweit Fahrrad fahren wollen.

Da das StadtRAD Hamburg Teil von „Call a Bike„-Programm der Deutschen Bahn ist, kann ich mit meinem StadtRAD-Konto nun auch in diversen anderen Städten Fahrräder ausleihen. Keine Ahnung, ob ich das je tun werde, aber gut zu wissen, dass ich es könnte.

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  1. Tim’s Avatar

    Also einen Mindestumsatz gibt es da eigentlich nicht.

    Mit der Android-App kannst du dir nebem der bereits vergangenen Zeit der aktuellen Fahrt (die besonders im Zentrum, wo man schnell mal das Rad tauschen kann, hilfreich ist) auch die Dauer aller vergangenen Fahrten anzeigen lassen. Warum das auf der Internetseite nicht geht erschließt sich mir auch nicht…

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