Insektenhotel selber basteln

Aus einem Balken, den ich auf der Arbeit mitgenommen habe, weil er nur Teil der äußeren Verpackung einer Palette war und in den Müll sollte, habe ich ein Insektenhotel für meinen Balkon gebastelt. Streng genommen ist es nur ein Wildbienenhotel, denn andere Insekten werden sich darin vermutlich nicht einnisten.

Von dem Balken habe ich ein ca. 20 cm langes Stück mit der Stichsäge abgesagt.

Insektenhotel1Dann mit der Bohrmaschine verschieden große Löcher reingebohrt, laut Nabu sollen es 3 bis 8 mm große Löcher sein, bei mir sind sie 4 bis 6 mm groß (einen kleineren Holzbohrer hätte ich auch gar nicht gehabt).

Insektenhotel2Als Aufhängung habe ich drei Bänder (weiß, grün und grün-weiß gestreift) geflochten und an beiden Enden verknotet. Durch den Knoten habe ich dann jeweils einen Nagel geschlagen. Die Bänder habe ich genauso wie das Plastik-Grünzeug von Weihnachts- und Geburtstags-Geschenkverpackungen aufbewahrt. So habe ich nicht einen Cent für Baumaterial ausgegeben.

Insektenhotel3Der Nabu hat übrigens tolle Tipps für den Bau einer Wildbienennisthilfe. Denn der Name „Hotel“ ist eigentlich etwas irreführend.

Sobald sich der erste „Gast“ eingenistet hat, werde ich mit Foto berichten.

4 Gedanken zu „Insektenhotel selber basteln

  1. Khendra Antworten

    Schön geworden! Viel Glück mit den Bewohnern, bei mir wohnt da seit Jahren keiner. Aber dafür hatte ich die letzten zwei Jahre Erdhummeln in einer Mauerfuge auf der Terasse. Die kleinen Monster suchen sich halt selber aus, was ihnen am besten gefällt :-)

  2. Gunnar Antworten

    So einfach scheint das nicht zu sein. In dem großen Insektenhotel vom Waldkindergarten – mit div. Holzsorten usw. wohnt dem Anschein nach auch nichts. Ich vermute, das muss in der richtigen Umgebung stehen.

  3. Henry Antworten

    Hallo an die noch „Mieterlosen“
    Ich finde den Hype um die Insektenhotels etwas merkwürdig. Fast schon bis zum ALDI sind die vorgedrungen. Das ist ein wenig wie mit den geschützten Tierarten. Lange Zeit waren nur die Tiere selbst geschützt. Solcher Schutz nützt niemandem außer rein wirtschaftlichen Interessen. Der Lebensraum muss geschützt werden. Und so ist das auch mit den Insektenhotels. Wenn kein Lebensraum da ist, dann sind da auch keine Mieter. Selbst in meinem sehr großen Garten ist das Umfeld drum herum nicht ausreichend natürlich, als das viele solitär lebende Bienen da wären. Damit ist die Analyse von Gunnar leider richtig!

    Allerdings musste ich im letzten Jahr feststellen, ein sehr großer Teil der solitär lebenden Bienen baut ihre Nester im Boden…

  4. Gunnar Antworten

    Auch wenn das jetzt zwei Kommentare sind, die sich negativ anhören: Ich finde es trotzdem einen sehr guten Beitrag, der genau zu solchen relevanten Kommentaren anregt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.