Handytasche aus kaputter Hose

Ich habe ja schon viele Dinge selbst genäht, z.B. eine Münzbörse aus einem Möbelstoffmuster, einen Tütensammler aus Stoffresten (der übrigens zu klein war, mittlerweile habe ich mir ein größeres Modell genäht) oder Putzlappen aus einem alten Handtuch. Dieses Mal war aber auch für mich was Neues. Normalerweise versuche ich Hosen zu reparieren, bevor ich sie wegwerfe. Man kann Knöpfe und Gürtelschlaufen wieder anbringen, aufgeplatzte Nähte wieder zunähen oder einfach Shorts draus machen. In diesem Fall war die Hose mehr als 20 cm lang am Hintern komplett aufgerissen, das kann man nicht mehr reparieren. Der schwarze Stoff gefiel mir aber so gut.

Also was tun? Ich habe mir diese Handytasche aus der kaputten Hose genäht. Der grüne Streifen und das Futter sind aus einem anderen Stoff: Reste von einer Pyjamahose. Die Handytasche ist mir irgendwie im Art Deco Stil der 30er Jahre geraten, dabei war das gar keine Absicht. Ich fand die Tasche mit nur einem grünen Streifen einfach zu langweilig, habe Perlen aus meinem Nähkästchen gefischt und plötzlich sah es nach Art Deco Stil aus. Das passt tatsächlich sehr gut zu meiner Wohnung, in der ein paar echte und ein paar nachgemachte Jugendstil-Accessoires stehen. Das sind zwar unterschiedliche Stile, aber zeitlich haben die sich auch ein bißchen überschnitten und den meisten Leuten fällt der Unterschied gar nicht auf. So sieht jetzt übrigens die Hose aus:

Die Handytasche habe ich also aus der linken Arschbacke genäht. Sieht man der fertigen Tasche ja nicht an. Und der Rest der Hose wird bestimmt auch noch verwertet werden.

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