Update: Gartenkresse auf der Fensterbank ziehen

Update vom 21.02.2019: Letztes Jahr habe ich einen süßen, kleinen Kater aus dem Tierschutz adoptiert. Leider ist der so ein Energiebündel, dass er schon so einiges bei mir im Haushalt kaputt gemacht hat. Vor ca. 6 Monaten musste auch die Kresseschale auf der Fensterbank dran glauben. Da ich mich erstmal um andere Schäden kümmern musste (zerrissene Gardinen, zerfetzte Büchereibücher, kaputte Messbecher … ), hatte ich ganz versäumt, mich nach einer neuen Kresseschale umzusehen. Zufällig habe ich gesehen, dass es gerade bei Tchibo dieses Kresseanzuchtset gibt und zwar für nur 6,99 Euro. Ich freue mich schon drauf, nach so vielen Monaten endlich mal wieder frische Kresse auf dem Rührei, Salat oder Sandwich zu haben.

Tchibo Kresse Anzucht-Set

Beitrag vom 03.11.2014: Es gibt verschiedene Sorten Kresse, die am meisten verwendeten Arten sind Gartenkresse, Brunnenkresse und Kapuzinerkresse. Wenn man nur von „Kresse“ spricht, ist fast immer die Gartenkresse gemeint. Keimlinge der Gartenkresse auf der Fensterbank selber zu ziehen ist so einfach, da braucht man keinen grünen Daumen. Deswegen wird mit Kindern oft Kresse gesät, z.B. vor Ostern in Eierkartons oder Eierschalen. Als Erwachsener darf man sich gerne an diese Tradition erinnern. Ich liebe frische Kresse, man kann sie in Soßen und Quark einrühren, ich streu sie gerne über Rührei, Kartoffelpüree, Käse-Toast, Suppen oder Pfannengemüse.

Die Keimlinge der Kresse enthalten Senföle, das gibt ihr den leicht scharfen Geschmack. Senföle haben auch eine antibakterielle Wirkung. Außerdem enthalten sind Vitamin C, Eisen, Kalzium und Folsäure. Laut USDA haben 100 Gramm Kresse nur 32 Kalorien. Lauter gute Argumente dafür, mehr davon zu essen.

Wie kann man nun die Kresse selber ziehen? Man braucht nur eine Schale oder Untertasse, als Anzuchtmedium ein bisschen Watte oder Küchenpapier und ca. 5-7 Tage Zeit. Am Anfang das Anzuchtmedium etwas nass machen, Samen aufstreuen und das Anzuchtmedium dann ständig feucht halten, bis die Keimlinge so ungefähr 5 cm hoch sind. Dann kann man sie mit einer Schere abschneiden und direkt auf das Essen streuen, abwaschen ist nicht nötig. Bei mir gedeiht die Kresse auch im Winter am Küchenfenster, wo nur sehr wenig Licht hinkommt (Ostfenster, mit Gardine davor).

Der Beutel Watte, den ich ausschließlich für das Anziehen der Kresse benutzt hatte, war letzten Monat leer und ich habe mir daher nun eine Schale mit Edelstahl-Drahtgitter zugelegt. Damit kann man Kresse ziehen ohne ein Anzuchtmedium zu verwenden und sogar die kompletten Keimlinge essen, so dass theoretisch kein Abfall entsteht (außer der Tüte, in der die Kressesamen verkauft werden).

Ich habe mich nicht ganz an die Anleitung gehalten, mir erschien es einfach zu viel Aufwand. Ich habe den Teelöffel Samen nur kurz in Wasser eingeweicht statt 15 Minuten, dann auch nicht mit einem Messer sondern einfach mit dem Finger auf dem Drahtsieb verteilt. Anschließend habe ich die Schale nicht wie vorgeschrieben zwei Tage mit einem Teller abgedeckt und später auch nicht zweimal pro Tag mit einer Sprühflasche besprüht. Ich habe jeden Tag mit den Fingern etwas Wasser draufgeträufelt und als die Kresse etwas gewachsen war, einfach unter den Wasserhahn gehalten zum wässern und das Wasser unten aus der Schale abgegossen.

Kresseschale mit eingeweichten SamenDie Kresse ist trotzdem gut gekeimt, wie man sehen kann:

Kresseschale mit Kressesprossen

Anschließend habe ich die Kresse, passend zu Halloween, auf meine Kürbis-Süßkartoffel-Suppe gestreut. Zuerst habe ich dafür die ganzen Keimlinge aus dem Drahtsieb gezogen, aber die sind dann so lang, dass sie über den Löffel herüberhängen und das macht es schwierig, diese zu essen. Ich werde die Kresse also weiterhin mit der Schere abschneiden und die Wurzeln wegwerfen.

Suppe mit Kresse garniert

Die Kressesamen muss ich natürlich nachkaufen, so eine Tüte hält aber jahrelang, da man nur einen halben bis einen Teelöffel Samen pro Woche benötigt. Ich habe mich mal erkundigt, wie man die Kressesamen selber ernten kann, aber das geht nicht auf der Fensterbank, sondern nur im Garten. Dafür muss die einjährige Gartenkresse Zeit haben 40-80 cm hoch zu wachsen, damit Blüten dran sind und geerntet werden die Samen ungefähr im Juli, wenn die Samenschoten gelbbraun werden.

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