Update: Bio-Fahrradkettenöl für umweltfreundliches Radfahren

Es ist schon komisch, dass man bei manchen Produkten ganz automatisch zur Bio-Alternative greift oder zumindest weiß, dass man es könnte, bei anderen Produkten aber überhaupt nicht darüber nachdenkt. Oder habt Ihr Euch schon einmal Gedanken darüber gemacht, woraus das Schmieröl auf Eurer Fahrradkette besteht? Diese sind nämlich fast immer Silikonöle auf Mineralölbasis, damit biologisch schlecht abbaubar, tödlich für Wasserorganismen und oft sogar giftig für Menschen. Und damit fahren wir draußen herum, wenn wir die Natur genießen wollen. Irgendwie pervers, oder? Es gibt Alternativen, wie dieses Bio-Fahrradkettenöl, die sind aber noch schwer zu finden.

Bio-Fahrradkettenöl

Ich habe das oben abgebildete Fahrradöl im Marktkauf gefunden (Preis: 3,99€). Es ist sicher unter den Bio-Ölen nicht das qualitativ hochwertigste, aber mein Fahrrad quietschte so laut, dass es mir gegenüber den Passanten auf der Straße schon peinlich war und ich nicht tagelang auf ein online bestelltes Schmieröl warten wollte. Außerdem gefällt mir die minimale Verpackung, ich brauche keine Sprühdose. Der Fahrradladen zwei Straßen weiter hatte zwar so ca. 15 Öle für Fahrradketten im Angebot, in diversen Preisklassen, aber darunter nicht ein einziges biologisch abbaubares.

Ich benutze das Bio-Fahrradkettenöl jetzt seit Sommer 2016, bei den Fahreigenschaften ich kann keinen Unterschied zu anderen Kettenölen feststellen. Ich muss zugeben, dass ich keine Lust hatte Kette und Zahnrad vom Silikonöl zu reinigen und daher dieses Schmieröl einfach zusätzlich drauf gemacht habe. Da findet eine Vermischung statt. Silikonöl neigt ja dazu mit den Jahren so gummiartig fest zu werden, durch das neue Schmieröl wird das ein wenig aufgeweicht.

Der einzige Nachteil, den ich fesstellen konnte: Das Bio-Fahrradkettenöl ist nicht so wasserfest wie Silikonöle. Wenn das Fahrrad mal zwei Stunden draußen im Regen stand, muss ich nachölen. Dafür genügen aber ein paar Tropfen, die Flasche vom Juli 2016 benutze ich jedenfalls immer noch.

Wer sich mehr für das Thema interessiert, findet ein spannendes Interview von 2012 mit dem Diplom-Biologen und Geschäftsführer der Danico-GmbH, Arian Nek, über das erste Fahrradöl mit Umweltzeichen bei www.livona.de.

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