Kokoswasser in Mogelpackung

Ich war in meinem Lieblings-Asia-Laden YUANYE in der Nähe des Hamburger Hauptbahnhofs um meine Vorräte an Szechuan-Tofu und Satay-Soße aufzustocken und habe aus Neugierde dieses Pearl Royal Coconut Water mitgenommen. Auf der Verpackung stand, dass sie aus Kokosnuss hergestellt und biologisch abbaubar ist. Mir ist keine biologisch abbaubare Verpackung bekannt, in der man Getränke monatelang steril aufbewahren kann, also dachte ich mir schon, dass es eine Mogelpackung mit einer Lage Plastik drinnen wäre. Es kam dann aber noch schlimmer …

Auf dem Foto seht Ihr alle Packungsbestandteile: Die dünne Plastikhülle außenrum, den verpackten Strohhalm, die ei-förmige Kokoshülle und was war schließlich drin? Eine ordinäre Getränkedose. An dem Verschluss war oben ein Faden, so dass man die Dose öffnen kann, obwohl sie noch in dem Kokos-Ei ist. Wer denkt sich sowas aus? Was soll so eine biologisch abbaubare Mogelpackung, wenn sie doch nur zu noch mehr Müll führt. Da wäre es doch tatsächlich besser für die Umwelt, das Zeug einfach nur in der Dose zu verkaufen.

Geschmacklich war das Kokoswasser immerhin okay und auch ohne Zusatzstoffe. Der Preis von 2,59 Euro nicht gerade billig, wäre für mich aber in Ordnung gewesen, wenn die Verpackung tatsächlich umweltfreundlich wäre.

Die untere Hälfte der Kokosverpackung habe ich jetzt benutzt, um Zitronen-Basilikum drin auszusäen. Die obere Hälfte hat ein Loch für den Strohhalm und war daher nicht geeignet. Leider löst sich das Zeug im Kontakt mit Wasser sehr schnell auf. Das Basilikum ist schon gekeimt, ich werde es bald in einen größeren Topf setzen müssen, bevor dieser hier auseinander fällt.

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  1. Charlotte’s Avatar

    Wie schade.

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