Haare waschen mit Lavaerde

Da habe ich doch in meinem Beitrag über Haare waschen ohne Shampoo total vergessen Lavaerde zu erwähnen, obwohl ich die auch ausprobiert habe. Lavaerde ist nicht vulkanisch, sie heißt so von lavare (=lateinisch für waschen) und man bezeichnet sie daher auch als Wascherde. Ausprobiert habe ich das Produkt von Logona, die Packung ist aus Pappe, aber leider ist oben auch eine Plastikscheibe wie bei einem Gewürzstreuer. Der Preis ist ungefähr 9 Euro für 300g.

Man nimmt je nach Haarlänge ein paar Esslöffel von der braunen, sehr feinkörnigen Erde und rührt diese mit warmem Wasser zu einer Paste an. Die Paste verteilt man dann am Haaransatz (die Spitzen brauchen ja meist gar nicht gewaschen zu werden) und wäscht sie dann ggf. nach einer Einwirkzeit aus.
Mir fällt es schwer positive Dinge über die Wascherde zu schreiben. Sie riecht angenehm und die Haare werden schön weich. Außerdem kann man gegen Erde wohl nicht allergisch sein und theoretisch könnte man mit dem Haarwaschwasser anschließend die Blumen gießen.

Sauber werden meine schnell fettenden Haare davon aber leider nicht. Die Wascherde ist wohl eher für Menschen mit nicht fettenden, dünnen Haaren geeignet. Auch das Anrühren ist unpraktisch, man kleckert leicht und was soll ich sagen: Bei braunen Flecken auf den Fliesen denkt man nicht sofort an Wascherde, da werden andere Assoziationen geweckt.

Den Rest der Wascherde habe ich dann aufgebraucht indem ich drei Esslöffel Erde mit zwei Teelöffeln Natron gemischt habe. Wenn man da Wasser zugibt, sprudelt das Natron und Kohlenstoffdioxid entsteht. Dadurch wird die Wascherde-Paste zu einer leichten Mousse, die sich gut auftragen lässt und durch das Natron werden auch die Haare sauber. Aber wie Ihr in oben erwähntem Beitrag bereits lesen konntet, reicht das Natron alleine zur Reinigung völlig aus.

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