Die sichere Öko-E-Mailadresse

Seit der Snowden-Affäre macht man sich ja doch mehr Gedanken, was mit den eigenen Daten passiert. Liest die NSA alles mit? Ich hatte schon vor Monaten beschlossen, mir endlich eine sichere E-Mail-Adresse zu besorgen. Bei GMX plärrt mir ständig Werbung entgegen (ich hasse Online-Werbung, die ohne Vorwarnung in voller Laustärke abspielt) und bei Yahoo! gab es in der Vergangenheit öfter Meldungen, dass die E-Mail-Postfächer gehackt wurden.

Chip.de empfiehlt drei sichere E-Mail-Provider für mehr Privatsphäre, wobei der erste mit der Domain @aikQ.de endet, wer kann sich das bitte merken? Der dritte besteht darauf die echte Postadresse zu kennen und hat sich auf politische Gruppen spezialisiert, beides nicht so mein Ding. Aber die Nummer 2 in der Liste von Chip.de ist vollkommen anonym und deren Server noch dazu betrieben mit 100% Öko-Strom von Greenpeace Energy. Die Entscheidung war schnell klar: Posteo wird’s werden.

Ja, Posteo kostet 1 Euro im Monat. Man muss sich halt auch überlegen, ob man seine persönlichen Daten wirklich Unternehmen anvertrauen möchte, die komplett werbefinanziert sind. Bei Posteo werde ich nie Werbeeinblendungen bekommen oder „Geburtstagsangebote“ die in Wirklichkeit Abo-Fallen sind. Hier funktioniert der Spam-Filter und der Support reagiert superschnell und hat dazu noch Ahnung.

Auf meine Anfrage, warum ich das Posteo Postfach auf meinem Handy nicht eingerichtet bekomme (GMX und Yahoo! funktionierten aber beide) hatte ich in weniger als 24 Stunden die Antwort, dass das vorinstallierte E-Mail Programm von LG Handys leider die hohe Verschlüsselung von Posteo manchmal nicht unterstützt. Mir wurde das kostenfreie Open Source Programm K9 empfohlen. Das funktioniert nicht nur mit Posteo, sondern insgesamt viel besser. Mein LG hat endlich keine Speicherplatzprobleme mehr. Das K9-Mail-Programm selbst ist nur 13 Mb groß und ruft auch nur die letzten 10 E-Mails ab (kann man auch anders einstellen). Auf dem Handy will ich ja nur schnell die neuesten E-Mails überfliegen, daher für mich perfekt.

Posteo setzt sich sogar gegen Anfragen der Bundespolizei zur Wehr, wenn diese nicht berechtigt sind. Auch nur mal kurz in den Blog von Posteo reinlesen reicht, um zu erkennen, dass deutsche Behörden sehr viel weniger Ahnung von deutschen Datenschutzgesetzen haben, als sie sollten.

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