Die Amazon Smile Spenden-Lüge

Amazon steht ja schon länger in der Kritik: als Vernichter von lokalen Arbeitsplätzen z.B. im Buchhandel und als schlechter Arbeitgeber. Trotzdem bestelle auch ich ab und an mal was bei Amazon, einfach weil man dieses Buch oder jenen Artikel sonst nur schlecht oder gar nicht bekommt. Seit Kurzem gibt’s Amazon Smile, ein Spenden-Programm: Aus einer langen Liste such man sich seine favorisierte Wohltätigkeitsorganisation aus und zukünftig wird bei jedem Einkauf 0,5 Prozent des Erlöses an diese Organisation gespendet (wenn man die Bestellung über smile.amazon.de tätigt). Super Sache, wenn es denn wirklich so wäre.

Amazon Smile Logo

Amazon hat die dort aufgeführten Organisationen aber nie gefragt, ob die überhaupt mitmachen wollen. Die Spende wird erst dann ausgezaht, wenn sie sich registrieren. Nur weil man bei Amazon Smile also einen wohltätigen Verein auswählt, heißt das noch lange nicht, dass die das Geld bekommen oder wollen.

Foodwatch will zum Beispiel kein Geld von Amazon annehmen. Foodwatch beobachtet und kritisiert Lebensmittelhersteller und -verkäufer. Amazon hat auch Lebensmittel im Angebot. Foodwatch möchte lieber unabhängig vom Lebensmittelhandel bleiben und hat dies Amazon mitgeteilt. Nun kann man bei Amazon Smile Foodwatch nicht mehr auswählen, statt dessen kommt ein Hinweis „foodwatch e.V. ist derzeit nicht für das AmazonSmile-Programm zugelassen.“ Das klingt geradezu, als ob Foodwatch sich nicht für eine Spende qualifiziert hätte.

Eine Stellungnahme von Foodwatch kann man z.B. hier nachlesen.

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  1. Charlotte’s Avatar

    Das ist ja richtig hinterhältig.

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